GRADO - Ein Kurztrip in die Septembersonne
 
         
 
Nachdem der Wetterbericht für den 6./7. September mehr als besch...eiden war und wir die RCS Schneebergtour absagen mussten, haben wir uns kurzfristig entschlossen, der Sonne entgegen zufahren. Ab Kärnten war das Wetter schon wesentlich besser und in Grado herrschten angenehme Temperaturen.
 
 
 
 
Wir fuhren in Wien so gegen 14:00 Uhr weg, ließen den Schneeberg mit seinem wolkenverhangenen Gipfel einfach links (oder besser rechts) liegen und erreichten so gegen 20:00 Uhr die Stadt Grado, wo wir in einer netten Trattoria zu Abend aßen und anschließend auf einem Wohnmobilstellpaltz übernachteten.
 
 
 
 
Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Monfalcone, wo wir uns auf dem Parkplatz am Strand eine nettes Plätzchen suchten. Um diese Jahreszeit ist in dieser Gegend eigentlich nichts mehr los und wir waren neben einem Campingbus aus Rosenheim die Einzigen, die auf diesem Parkplatz standen. Auch auf den Booten herrschte angenehme Ruhe.
 
 
 
 
Von diesem idyllischen Platz starteten wir unsere Radtour, die uns durch das Isonzotal führte. Wir fuhren über Gradisca, vorbei an einem riesigen Kriegerdenkmal als Mahnmal für die Schlacht am Isonzo nach Cormons, weiter durch die Weinstraßen Friauls hinauf nach Cividale, San Pietro und über die Grenze nach Slowenien.
 
 
 
 
 
 
Auf der slowenischen Seite gings dann weiter nach Kobarid und das Socatal wieder hinunter Richtung Italien. Nachdem uns der Rückenwind das Isonzotal hinaufgetragen hatte, war der Gegenwind im Socatal dann doch etwas unangenehm. Nach einer kleinen Stärkung in der romantischen Ortschaft Kanal in Slowenien führte uns die Route weiter nach Nova Gorica, wo wir die Grenze passierten und vom ital. Gorizia wieder zurück zu unserem Schneckenhäuschen fuhren, wo wir uns nach dieser 160 km Runde einen kräftigen Schluck Bier und eine gute Jause gönnten.
 
 
 
 
 
 
Nach dieser "Stärkung" ging Roswitha noch eine kleine Runde im Meer schwimmen, welches überaschenderweise noch angenehm warm war (ca. 21 Grad). Mir war es ehrlich gesagt ein wenig zu frisch (vielleicht auch wegen der doch schon etwas kühlen Abendbrise) und so begnügte ich mich mit einer Dusche am Strand. Anschließend fuhren wir mit unserem fahrbaren Häuschen weiter in Richtung Udine und von dort direkt in den Sonnenuntergang hinein nach San Daniele, der italienischen Schinkenstadt. Nach einer "Degustazione Prociutto" mit Schinken, Salami, Mortadella, Käse, Brot und hervorragendem friulanischen Weißwein stellten wir uns dann in San Daniele irgendwo auf einen Parkplatz, wo wir die Nacht verbrachten.
 
 
 
 
 
 
Nach einer äußerst erholsamen und ruhigen Nacht waren wir um 07:00 Uhr schon wieder wach. Wir fuhren mit dem WoMo in das kleine Örtchen Sequals, wo wir uns auf einem Parkplatz ein herrliches Frühstück zubereiteten. Anschließend fuhren wir mit den den Rädern über Sottomonte, Tramonti di Sotto, Tramonti di Sopra auf den Passo di Rest und wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück, den wir nach 70 km und etwas mehr als 1.000 zurückgelegten Hm wieder erreichten. Wie jeder Kurztrip hat auch dieser ein Ende und so ging es, wenn auch wirklich schweren Herzens, nach Wien zurück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Gegend um San Daniele herum ist zum Rennradfahren hervorragend geeignet, da man sowohl viel im flachen und welligen Gelände fahren kann, aber auch sehr schnell die Karnischen und die Julischen Alpen erreicht. Die unzähligen Radfahrer, denen wir bei unseren Ausfahrten begegnet sind, werden das jedenfalls bestätigen.
 
 
 
         
 
 
 
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